Michal Brabec: Projektmanagement bedeutet, Menschen, Ziele und Zeit auszubalancieren

Über agile Methoden und das Leiten komplexer Projekte in Energie und Cybersicherheit.
Wie sind Sie zum Projektmanagement gekommen und was reizt Sie am meisten an dieser Rolle? Was ist Ihre Rolle bei Devcity?
Meine Rolle bei Devcity ist Projektmanager und Product Owner. Ich bin auch an der Implementierung von ISO-Standards im Bereich Cybersicherheit beteiligt. Der Weg zu dieser Rolle war recht lang. Ich arbeite seit über 20 Jahren in der IT und hatte eine breite Palette von Positionen inne – vom Helpdesk und Berater über Datenbankentwickler, Product Owner bis hin zum Projektmanager. Ich habe hauptsächlich mit ERP- und Finanzsystemen gearbeitet, und in jüngerer Zeit mit Projekten im Energiesektor. Was mich am meisten erfüllt, ist, effektive Wege zu finden, um optimale Ergebnisse zu erzielen, die unsere Kunden zufriedenstellen.
Was war Ihr bedeutendstes Projekt bei Devcity – worauf lag der Kernfokus und welchen Herausforderungen standen Sie gegenüber?
Ich hatte die Gelegenheit, ein Großprojekt in der Energiebranche zu leiten, bei dem ich für die Implementierung eines zentralisierten Energiemanagementsystems verantwortlich war. Dies umfasste von Anfang an die Zusammenstellung eines umfangreichen Projektteams, die Definition der Schlüsselbereiche für die Implementierung und die Lieferung des Ergebnisses innerhalb der Fristen des Kunden. Der schwierigste Teil war das tiefe Eintauchen in die spezifischen Details des Fachgebiets. Eine große Herausforderung war es, das Projekt so zu managen, dass es den ehrgeizigen Zeitvorgaben gerecht wurde.
Wie stellen Sie eine effektive Kommunikation zwischen Ihrem Team, Stakeholdern und dem Kunden her und aufrecht?
Für mich ist es entscheidend, die anfänglichen Bedürfnisse des Kunden zu verstehen und diese Informationen effektiv an das Projektteam weiterzugeben, während gleichzeitig eine transparente Kommunikation zwischen dem Team und dem Kunden aufrechterhalten wird. Der schwierigste Teil ist die kontinuierliche Validierung der Kundenanforderungen gegenüber den Projektleistungen, um Übereinstimmung zu gewährleisten und Missverständnisse bezüglich des Endprodukts zu vermeiden.
Verwenden Sie eine bestimmte Methodik (z. B. Agile, Scrum, Wasserfall)? Wie und warum?
Ich verwende am häufigsten Agile-Methodologien – hauptsächlich Scrum und Kanban – aber auch Wasserfall. Manchmal kombiniere ich Methodologien je nach Art des Projekts. Ich persönlich bevorzuge Agile und Scrum, da ihr dynamischer Ansatz häufigeres Kundenfeedback und eine schnellere Lieferung von Produktinkrementen in die Kundenumgebung ermöglicht.
Wie gehen Sie bei der Aufgabenpriorisierung vor, wenn Sie während eines Projekts mit begrenzten Ressourcen oder sich ändernden Anforderungen konfrontiert sind?
Zuerst, nach der Erstellung des Product Backlogs, priorisiere ich klar einzelne Bereiche und definiere die Projekt-Roadmap zusammen mit ihrem Zeitplan. Das Ergebnis ist eine klar definierte Entwicklungsstrategie und Vorgehensweise.
Was sehen Sie als Vorteil der Tatsache, dass Sie bei Devcity nicht an einmaligen Projekten, sondern an langfristigen Zusammenarbeiten arbeiten?
Ich bekomme Einblicke in viele verschiedene Branchen und erweitere mein Wissen, was mir hilft, meine Expertise in verschiedenen Sektoren zu vertiefen. Langfristige Zusammenarbeit ermöglicht es mir auch, stärkere Beziehungen zu Kunden aufzubauen und ihre sich entwickelnden Bedürfnisse im Laufe der Zeit besser zu verstehen.

